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buchstabenrascheln
andrea karimé, kinderbuchautorin
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Aktualisiert: vor 3 Tagen
(Minigeschichten und Notate vom Tag, von einer die für Kinder schreibt, geschrieben in Zeiteinheiten, in denen sie nicht für Kinder schreibt. Ein- oder zweiwöchentlich als Blogartikel namens #tagebuchstaben. Meistens mit Wolken und Morgenkaffee. Immer mit #kidsbookswritersmoments und einem Montagsgedicht.)
Diese Woche hoff ich hoff auf Wolkenstoff und bin auf unendlicher Suche nach Wörtern für immer neue Sprachlosigkeiten. Die tagebuchstaben enthalten das Montagsgedicht „Wörter sammeln Kapitel 3“ und geben Einblicke ins aktuelle Kinderbuch in dem Hummus und ein Herr namens Dusche eine Rolle spielen. Gleichzeitig stirbt real ein Verwandter, geht das Leben also weiter und endet gleichzeitig. Mit Inspiration von Saša Stanišić.

„Es gibt kein Wort für alle Wörter“, schreibt Sasa Stanisic. Ich so: Es gibt kein All für Wort und Wörter/ Es gibt keine Wörter für Wort-All/ Es gibt eine Flocke für Wörter alle/ Wort gibt es nicht für Wörter alle/ Und was ist wenn doch?/ Und was ist wenn doch?/Kein Wörter alle? Unendliches Suchen.
Ich hoff ich hoff auf Wolkenstoff.
Ich maße mir natürlich nicht an das unendliche Suchen beenden zu können, denn das tun wir: Immer wieder suchen wir nach Wörtern für immer-neue Sprachlosigkeiten. Und manchmal müssen eben neue Wörter her. Das ist der Grund, warum ich mit Wortschöpfungen arbeite. Die enge Welt wird weiter dadurch.
Kritik am Feder-Bär von weißem Kinderlyrik-Gatekeeper. Hie und da "zu absichtsvoll". Auf Nachfrage nichts Substanzielles. Nur: „Letzter Satz: Kann man anders schreiben!“ Ein anderer Vers sei „zu abstrakt.“ Aha. Ja und ja. Es kann immer alles anders gemacht werden, schreibe ich und dass ich Brüche mag und Unperfektes vor allem in der Sprache. Und Kinder eh nicht unterschätze. Ich schreibe, dass ich gerade eine Vorlesung darüber gehalten habe, warum ich was wie dichte. Über die Poesie, die Kinder-Lyrik. Ich schreibe: Wenn's nur das ist, was nicht gefällt … Wie selbst-entlarvend alles. Und mächtig, da Eure Deutungshoheit.
Auf dem Weg in trauriger Mission. Der Mann meiner Mutter liegt im Sterben. Im Zug nach Kassel mache ich Fleißarbeit. Ich ordne meinen Blog. Vielleicht räumt das auch Hirn und Herz auf, denn es ist zufriedenstellend. Übermorgen muss ich wieder nach NRW, eine Lesung in Düsseldorf. Die nicht zu verschieben ist. Und das Geld muss ja weiter reinfließen. Zumindest etwas davon.
Es ist warm. Mache Fenster auf /hat Frühling gesagt. Haben Pflanzen meines Balkons Frühling überlebt. Sagen Hallo. Bambus, Rosmarin und noch was, weiß nicht was, von hier aus. Seit dem Tod des Manns meiner Mutter sind das die ersten Morgenseiten, die ersten Tagebuchstaben. Dazwischen: Sterbebegleitung. Der Mann meiner Mutter ist gestorben.
Und alles dazwischen: Hin- und Herfahren, aus dem Takt kommen, Herz-Ct. „Ich habe es gewusst, du hast ein gutes Herz!“, schreibt mein Freund Thomas, nachdem ich ihn das gute Ergebnis übermittle.
Das Kidsbookswriterslife geht weiter. Das Cover vom neuen Buch ist da. (Autor-Korrektur-KI will dass ich des neuen Bildes schreibe, mach ich aber nicht.) Mit Fotos von zwei tollen Kids of Color. Lila Hintergrund, große künstlerische Buchstaben die Nuri und Deniz ergeben. Ich bin positiv überrascht. Von einem Reihen-Cover hatte ich nicht so viel Originalität erwartet. Jetzt freue ich mich auf das Buch. Rose kommt.
Während ich an dem neuen Buch arbeite, werde ich nach dem Satz für das soeben fertiggestellte Buch arbeiten. Erst kommt Rose, dann Rascha. Mit Brek. Und Motek. „Später machten wir weiter für unseren Lustig-Abend. Die Überraschung. Wir machten noch ein Video, in dem wir Motek immer wieder mit Leckerchen bewarfen, er immer wieder auf den Rücken fiel und die Beine in die Luft hielt. Strampelte wie ein Baby um dann mit einem kräftige Wuff wieder auf die Beine zu springen und sich das Stück zu schnappen. Motek schaffte das zehnmal dann verzog er sich unter Breks Schreibtisch. Gab einen beleidigten Ton von sich, der klang wie eine alte Schranktür.“
Weiterschreiben. Jeden Tag 5 Seiten mindestens. Ich habe heute nur zwei Stunden, da mein Schreibprojekt anfängt. Wir schreiben mit dem Wort Willkommen. Wörter, Geschichten Sprachen willkommen heißen. Und natürlich darf ein Tier nicht fehlen. Aber erstmal mein eigener Text:
"Zu warm war ich angezogen, als ich vor die Tür trat, denn die Sonne schien. „Extrem wenig Cirrostratus!“, bemerkte Brek und meinte die winzigen Wolkennudeln am blauen Himmel. Normalerweise hätte ich vielleicht geantwortet: Nudeln-in blauer-Soße-Wetter. Aber für sowas war meine Stimme heut nicht bereit. Ich öffnete den Anorak.“"Ich erzählte Herr Dusche von den Leuten und dass wir deshalb ein Handy haben und Karate lernen! Motek fiepte und legte den Kopf auf Herrn Dusches Teppich. „Ja, das ist wirklich sehr traurig!“, sagte Herr Dusche. „Aber wisst ihr was? Eure Freundschaft ist stärker als all diese Leute! Eure Freundschaft kann alles.“ Motek stand auf und bellte die Luft an. „Brekfeste Freundschaft!“, sagte Brek. „Mit Doppelmoppelpower!“, sagte ich.Und jetzt raus aus Köln. Auszeit.
bastle dir ein Wort (oder einen Wunderort)
kitzelt es dich zum Lachen?
lässt es dich Krachsachen machen?
meins heißt heut Möwenmut
es tut mir einfach gut
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