

Andrea Karimé
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14. Dez. 20254 Min. Lesezeit
buchstabenrascheln
andrea karimé, kinderbuchautorin
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(Minigeschichten und Notate vom Tag, von einer die für Kinder schreibt, geschrieben in Zeiteinheiten, in denen sie nicht für Kinder schreibt. Ein- oder zweiwöchentlich als Blogartikel namens #tagebuchstaben. Meistens mit Wolken und Morgenkaffee. Immer mit #kidsbookswritersmoments und einem Montagsgedicht.)

Diese Woche mit einer Neujahrspostkarte für dich, Tauben auf meinem Weg und tunkenden Unken, mit best case scenarios und einer kleinen Pentatonik, mit Wolken in der Kaffeetasse, dem Beobachtungsmosaik von Mely Kiyak, Zeitstapeln in Zimmerecke, den Kabeln und Robots von Nnedi Okorafor und dem Montagsgedicht Unken tunken. tagebuchstaben.
Die Flöte öfter in die Hand zu nehmen ist einer der Vorsätze, das Handy weniger. Wie wäre es, wenn ich, immer wenn der Handygreifreflex aufzuckt, stattdessen nach der Flöte griffe? Gut geklappt hat im letzten Monat schon das 5 alive, Motto der Artists recovering through the twelve steps: Five minutes a day keeps your art alive. So griff ich zur Flöte, 5 Minuten oder mehr, mache d-moll, hoch und runter, Pentatönchen. Bin nicht mehr so schnell wie früher, Virtuosität ging flöten, aber daran störe ich mich nicht, vertraue dem täglichen (Wieder-) Üben, und sei es noch so kurz. (s.a. mein Jahresrückblick 2025, mit Ausblick auf 26.)
In der Ecke meiner Zimmer sind Zeitstapel. Langsam trägt sie irgendwer Schicht für Schicht ab. Doch wohin trägt der Jemand sie? Und wer ist der Jemand? Ahnung von Apricot am Himmel über dem Wohnblock. Wo sind die Tauben, wenn man sie braucht? Mein Jahresvogel ist die Stadttaube. Es war der erste Vogel, den ich gestern gesehen habe. Laut Silke Hartmann mahnt sie mich, mich in Dankbarkeit zu üben und das Positive in meinem Leben zu sehen. Zum Beispiel eben Apricot ahnen, nicht die Düsternis des Kumulonim-Bus. Auch Regenbus genannt. Busse sind sie alle, die Wolken. Ha! Doch vorher ist Bronze angesagt. Denn Irem Kurt hat heute eine Bronzewing Pidgeon gezeichnet und auf Insta veröffentlichet. Eine native australien Taube. Mit rotem Schal. Auf Schnee. Ahnung von Bronze, Federn und Flocken.
„Du willst fliegen? Du musst alles hinter dir lassen. Einen Spalt finden und rasch in die Geschichten schlüpfen“, meint Mely Kiyak. Ich trinke die Wolken von der Kaffeetasse und lasse 2025 hinter mir und schlüpfe in Nnedi Okorafors Roman „Tod einer Autorin“. Das Buch liest sich wie von selbst und ist eine seltsame Welt. Ich wandele fasziniert zwischen Robots, NoBodys, Ghosts und folge einer Kabelspur, die zum Leben einer Autorin führt. Seite für Seite und es sind glücklicherweise viele. Außerdem schreibe ich schon meinen Rückblick 2026, wie es Les Alfred auf empfiehlt. „All best case scenarios!“. Es ist interessant was dabei rauskommt: „2026 war viel mehr Ruhe in meinem Leben. Das lag daran, dass ich sehr oft die Flöte in die Hand genommen habe, viel mehr gelesen und fast jeden Tag ein paar Minuten meditiert habe.“ Da hab ich aber natürlich noch nicht die Politik drin und schaue auf, in den Himmel. Babylon der Wolken. „Wie need stories, to understand ourselves“, raunt Salam Rushdie. We need Wolkenstories, oder? I dont Knopf. Ach so: Die AFD wird verboten und die Christlichen Partys setzen März ab.
Der Tag trägt Schnee-Pelz, der Tag im weißen Schmelzmood. Ich wache mit Traurigkeit auf, doch die will Kristalle werden. Ich schüttele mein Morgenseitenheft und weiße kleine Gedichte fallen heraus. Ob die nun alle gut sind, weiß ich nicht, aber wen kümmerts. Hab drei Töne gefunden im Schnee …
drei Unken wollten ihre Rufe gerade in mein Neujahr tunken
hab es schnell ausgetrunken den Unken gewunken

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