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buchstabenrascheln
andrea karimé, kinderbuchautorin
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Aktualisiert: vor 9 Stunden

Wasser heißt auf Bengalisch Pani, sagt Ruhi in meiner Schreibwerkstatt der OGS-Kapitelstraße und schreibt an geheimnisvollen Gedichten. Tropf tropf/ Brillentropf/ schiel und hopf/ ...

Wasser ist nämlich das Wort, mit dem sich alle Kinder beschäftigen wollen, um einen gemeinsamen Poetry-Clip zu produzieren, nachdem das Typoskript für das Buch mit Geschichten und Gedichten endlich fertig ist. Es geht gerade in Druck und wird im Dezember fertig sein.
Das geheimnisvolle Regentropfen-Gedicht spricht Ruhi für den Clip ins Mikro, andere erfinden Wasserwörter und -geschichten und übersetzen das Wort in viele Sprachen. Wir brauchen Wasser zum Leben, sagt Beatrice. Wasser heißt Apă auf Rumänisch.
Nach diesen Vorbereitungen arbeiten die Kids mit der App im I-Pad oder mit Kinderkameras und Makrokamera, experimentieren mit Glitzermaterial und bauen Höhlen zum Entspannen und Spielen.
An fünf Termine arbeiten wir mit der Künstlerin Evi Blink an dem Poetry-Clip. An einem Samstag fahren wir in die AWO, zu Yasemin Aslanhan, die uns Räume öffnet und allerlei Material für uns bereithält.

Evi schleppt Geduld, Geräte und Requisiten mit, baut Stative aus Wäschekörben, organisiert Leih-Pads, inspiriert, hilft und unterstützt. Vieles muss gemeinsam und langwierig abgestimmt werden: Ideen, Thema, Titel, Geräusche. Das dauert. Evi Blink gibt auch die wichtigsten Infos mit. Was ist Stop-Motion? Wie viele Bilder braucht ein Film? Und was ist ein Story-Board? Und wie läuft man vom Buchstaben zum Wort?

Requisiten müssen gebastelt, Storyboards gezeichnet, die Apps und das I-Pad erprobt, Filmthema und Titel gefunden werden, Schreibgespräche geführt, Wasser fotografiert und geschlürft, Wasser mit abstrakten Mitteln dargestellt und Pizza gegessen werden.
Auch Streit arbeiten wir immer wieder auf, denn Gruppenarbeit ist nicht immer einfach. Es gibt nicht für jedes Kind ein I-Pad oder eine Kamera. Es muss sich geeinigt werden.
Beatrice und Nora proben Wurmbewegungen mit Stop motion, während Bela und Moritz seltsame Wesen unter der Kamera hin und herschieben. Yusra, Medine, Asya und Hüsna experimentieren mit Licht und Glitzer, Sharon fotografiert die Werkstatt, Abdullah spricht Mazedonisches, Ruhi Bengalisches ein und alle basteln Buchstabenketten für Stop-Motion. Und vieles Meer.
Das Ergebnis wird bejubelt und mit Popcorn, Salzstangen und Eis gefeiert. Der Film "Das rollende Meer" ist mit den besten Geräuschen, Bildern und Wörtern zu einem verrückten Geräusch-Bild-Wörter-Klang-Gedicht geworden. Wir bauen ein Kino, um ihn anzuschauen. Die Kinder diskutieren, was gelungen ist, haben Lieblingsbilder und Lieblingsgeräusche ausgemacht und wollen das Video ihren Eltern zeigen.


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Liebe Grüße und Klee
sendet Andrea Karimé












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