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"das wort ist ein geschichtenbüro" erik, 4

  • AutorenbildAndrea Karimé

Ich im Comic "Wie geht es dir?"

Aktualisiert: 7. Juni

Im Winter fragte mich Annika Gloystein vom Comicsalon Erlangen, ob ich mit einer Comiczeichnerin ein Gespräch darüber führen würde, wie es mir nach dem 7. Oktober ginge. Daraus entstünde ein Comic im Rahmen der Comicreihe "Wie geht es dir - gegen Antisemitismus, Hass und Rassismus", die auf Instagram veröffentlicht wird. Ich hatte davon bereits Kenntnis genommen und war begeistert davon, dass sich Comiczeichner*innen ehrenamtlich dafür einsetzten. Sagte also JA. Unser Gespräch war dann kurz nach den Enthüllungen der Correctiv-Recherchen.


Hier der Comic von Birgit Weyhe aus Hamburg.


Comicstrip von Birgit Weyhe, Hamburg
Die Übersicht über alle Bilder. Birgit Weyhe, Hamburg.

Wie geht es mir mittlerweile?


Besser, auch wenn die Welt schlimmer geworden ist.

(Man darf in Deutschland (schon länger wieder) ungehindert Nazi sein und es ist hip. Täglich steigt das Leid in Gaza und die Geiseln sind immer noch nicht frei. Und Ukraine, Kongo, Sudan u. v. m. ebenfalls im Krieg. )


Ich habe aber Verbündete gefunden, die wie ich für Frieden und Verständigung eintreten und so geriet mein innerer Kompass - Frieden, Verständigung, Menschlichkeit, Menschenrechte - wieder in Takt, wie ein Herz mit Herzschrittmacher, bekam es täglich kleine Impulse. Ich habe viel wunderbares Zeug gelesen, etwa das Buch "Gleichzeit" von Sasha Salzmann und Ofer Waldmann oder "Wo die Geister tanzen" von Joana Osmann. Ich höre jeden Podcast von Shai Hoffmann und lese alles, was Jouanna Hassoun auf Insta schreibt. Ich war auf dem gemeinsamen Memorial-Day von Israelis und Palästinensern und unterstütze Palestinians and Jews for Peace.


Und ich arbeite, gestärkt durch diese Kräfte, in dieser Haltung weiter.

Ich habe etwa einen Kinder-Gedicht-Zyklus mit arabischen und hebräischen Wörtern begonnen (zu finden z.B. in den Tagebuchstaben 18 oder auf Instagram) und schreibe die Alle-Kinder-Bibel, zweiter Teil. Stelle fest, dass selbst Jesus nicht wollte, dass alle "bekehrt" werden, sondern zusammen voneinander lernen.


Hier meine Lieblingsbilder aus dem Comic. So ging es mir im Januar:

Birgit Weyhe, Andrea Januar 24
Birgit Weyhe, Andrea Januar 24
Birgit Weyhe, Andrea Januar 24
Birgit Weyhe, Andrea Januar 24
Birgit Weyhe, Andrea Januar 24
Birgit Weyhe, Andrea Januar 24

Birgit Weyhe, Andrea Januar 24
Birgit Weyhe, Andrea Januar 24

Birgit Weyhe, Andrea Januar 24
Birgit Weyhe, Andrea Januar 24


Birgit Weyhe, Andrea Januar 24
Das mach ich noch immer.

Birgit Weyhe, Andrea Januar 24
Die Kinder probieren die Formulierung glücklich aus.

Birgit Weyhe, Andrea Januar 24
Birgit Weyhe, Andrea Januar 24

Birgit Weyhe, Andrea Januar 24

59 Ansichten18 Kommentare

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18 opmerkingen


Gast
vor 2 Tagen

Liebe Andrea, danke für diesen Einblick. Ich kann es nicht nachvollziehen, wie du dich fühlen musst, aber ich kenne selbst das Gefühl, nicht dazuzugehören und weiß, wie schmerzhaft es ist. Und ich verstehe auch sehr gut, dass du differenziert auf Situationen und Zustände blickst und das für andere Menschen schwierig ist, weil man ja Position beziehen muss. Aber differenzierte Haltung ist auch eine Position. Eine, die unserer Welt insgesamt sehr gut tun würde. Alles Liebe, Generose

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Gast
vor 4 Tagen

Hallo liebe Andrea, wow - bin über das TCS Wheel hier gelandet und von dem Beitrag und dem Commic mega beeindruckt. Danke dafür, ich lerne wieder was hinzu. In mir schlagen zwei Länder - Deutschland (wobei ich mehr als Europäer sehe) und Australien, weil meine Eltern unterschiedliche Wurzeln haben.

Werde später mal bezüglich der Kinderbücher durchstöbern, unser Kind ist noch im Kita-Alter, aber es ist für mich kein Widerspruch schon jetzt gute Kinderbücher zu suchen, selber zu lesen und dann dem Kind auch vorzulesen. Hat sich schon jetzt der Besuch hier gelohnt.

Friede sei mit Dir.

LG aus Mittelfranken,

Alex

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Andrea Karimé
Andrea Karimé
vor 3 Tagen
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Hallo Alex, danke fürs Lesen und Stöbern. Fürs Kita Alter eignet sich übrigens vorzüglich "Soraya, das kleine Kamel" und je nach Alter: "Minu und der Geheimnismann". Klar, gute Bücher für alle Fälle sammeln ist eh toll. Liebe Grüße.

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birgit
vor 4 Tagen

Liebe Andrea,

da musste ich mich erst einmal in deinen Artikel hineinwuchsen. Dann habe ich allerdings verstanden worum es dir geht. Hass, Vertreibung und Intoleranz findet immer noch zu viel und überall auf der Welt statt. Ich wünsche mir so sehr Frieden in der Welt, auf allen Ebenen. Dein Beitrag wird auch dafür sorgen.

Lieben Gruß, Birgit

P.S. Schade, dass ich mich extra anmelden muss, damit du weißt, wer hier schreibt.

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Dr. Iris Wangermann
Dr. Iris Wangermann
vor 6 Tagen

Liebe Andrea, so ein schöner Artikel und so mutig und so wunderbar kreativ umgesetzt. So wichtig Deine Stimmme in diesen Zeiten, in denen alles nach "DIE ANDEREN SIND SCHULD" schreit. Du als Wanderin zwischen den Welten, die weiß, dass es nicht nur eine Seite der Medaille gibt. Danke für Deinen Mut und Dein Dasein und Dein Schreiben. Ich arbeite schon seit 21 Jahren als Brückenbauerin zwischen den Kulturen. Mein Motto: World Peace by Piece! Ich habe tausende Geschichten gehört und erfahren ... am Ende sind wir alle gleich und alle unterschiedlich und sehnen uns danach dazuzugehören. Herzlicher Gruß, Iris (Wangermann)

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Andrea Karimé
Andrea Karimé
vor 5 Tagen
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Liebe Iris, danke für deinen schönen Kommentar. Das tut gut in dunklen Zeiten.

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Gast
vor 6 Tagen

Liebe Andrea,

danke für deine überraschende Herangehensweise an diese bleischweren Themen. Ich als nur Deutsche kann mir wahrscheinlich nur einen Bruchteil dessen vorstellen, was in dir vorgeht, was all denen widerfährt, deren Hierbleiben von Rechtsradikalen infrage gestellt wird. Ich werde auf jeden Fall wieder bei dir reinlesen.

Herzlichst, Silke

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